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Rezidivierende zerebrale Ischämien bei einer Schwangeren mit persistierendem Foramen ovale II° und Thrombophilie

Zeitschrift: Hämostaseologie
ISSN: 0720-9355
DOI: http://dx.doi.org/10.5482/HAMO-14-03-0022
Ausgabe: Hefte von 2014 (Vol. 34): Heft 3 2014 (193-264)
Seiten: 239-243
Ahead of Print: 2014-06-30

Rezidivierende zerebrale Ischämien bei einer Schwangeren mit persistierendem Foramen ovale II° und Thrombophilie

C. Hecking (1), M. Hendelmeier (2), R. von Bardeleben (3), K. Gröschel (4), H. Schinzel (1)

(1) Centrum für Thrombose und Hämostase, Universitätsmedizin der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz; (2) Institut für Experimentelle Hämatologie und Transfusionsmedizin, Universitätsklinikum Bonn; (3) 2. Medizinische Klinik und Poliklinik, Universitätsmedizin der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz; (4) Klinik und Poliklinik für Neurologie, Universitätsmedizin der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz

Stichworte

thrombophilia, pregnancy, recurrent stroke, PFO

Zusammenfassung

Eine 27-jährige Schwangere in der sechzehnten Schwangerschaftswoche entwickelte plötzlich eine Parästhesie im linken Unterarm, obwohl sie seit Beginn der Schwangerschaft Dalteparin 5000 IU einmal täglich subkutan applizierte wegen einer heterozygoten Faktor-V-Leiden-Mutation, Zustand nach Abort und Präeklampsie in der Vorgeschichte. Sie hatte bereits zwei gesunde Kinder geboren. Im MRT zeigten sich multiple zerebrale ischämische Läsionen. Mittels Ultraschall wurde ein offenes Foramen ovale (PFO) II° diagnostiziert, eine Beckenbeinvenenthrombose wurde ausgeschlossen. Aufgrund des Ereignisses wurde die Dosis der Antikoagulation auf Dalteparin 5000 IU zweimal täglich erhöht. In der 19. Schwangerschaftswoche trat erneut eine Parästhesie im linken Unterarm auf. Das MRT zeigte eine frische kortikale Läsion im Versorgungsgebiet der A. cerebri media rechts. Unter engmaschiger Anti-FXa-Spiegel-Kontrolle wurde die Antikoagulation erhöht mit einem Ziel-anti-FXa-Spiegel von 1,2–1,5 IU/ml 3–4 Stunden nach subkutaner Gabe. Hierunter kam es zu keinen erneuten neurologischen Ereignissen und die Patientin brachte unter Weheneinleitung einen gesunden Sohn in der 38. Schwangerschaftswoche zur Welt.

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