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Blutungen unter Antikoagulanzientherapie

Zeitschrift: Hämostaseologie
ISSN: 0720-9355
Thema:

55. GTH-Jahrestagung
Onkopedia-Leitlinie

DOI: https://doi.org/10.5482/ha-1151
Ausgabe: Hefte von 2011 (Vol. 31): Heft 4 2011 (225-312)
Seiten: 237-242

Blutungen unter Antikoagulanzientherapie

G. Palareti (1)

(1) Dept. Angiology and Blood Coagulation, University Hospital S. Orsola-Malpighi, Bologna, Italy

Stichworte

Antikoagulation, Vitamin-K-Antagonisten, Blutung, neue orale Antikoagulanzien

Zusammenfassung

Die Antikoagulation mit Vitamin-K-Antagonisten (VKA) ist in der Prävention und Therapie von thrombotischen Komplikationen bei vielen Krankheitsbildern wirksam: u. a. bei Vorhofflimmern (zurzeit die häufigste Indikation für eine Antikoagulanzientherapie), venöse Thromboembolien, akutes Koronarsyndrom und nach invasiven kardialen Interventionen. Blutungen sind die wichtigste Komplikation der VKA-Gabe und die größte Sorge von Ärzten und Patienten, was die breitere Verordnung von VKA einschränkt. Daraus folgt, dass ein erheblicher Teil der Patienten, bei denen eine klare Indikation für eine Antikoagulation bestehen würde, keine wirksame Therapie erhält. In dieser Übersicht analysieren wir die behandlungs- und patientenbezogenen Risikofaktoren für Blutungen unter VKA. Mit neuen oralen Antikoagulanzien scheinen einige der Einschränkungen der VKA überwunden zu sein. Möglicherweise gestatten sie eine weniger aufwändige und stabilere Antikoagulanzientherapie mit weniger unerwünschten Arzneimittelwirkungen, so dass mehr Patienten eine adäquate gerinnungshemmende Therapie erhalten können. Den vorliegenden klinischen Phase-III-Studien zufolge ist davon auszugehen, dass auch die neuen Antithrombotika mit einem Blutungsrisiko verbunden sind, das wahrscheinlich von der Intensität der Behandlung abhängig ist.

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