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Therapie und Sekundärprophylaxe der venösen Thromboembolie bei Krebspatienten – Aktuelle Strategien und neue therapeutische Optionen

Zeitschrift: Hämostaseologie
ISSN: 0720-9355
Thema:

Tumor und Thrombose

DOI: https://doi.org/10.5482/ha-1168
Ausgabe: Hefte von 2012 (Vol. 32): Heft 2 2012 (87-170)
Seiten: 139-144

Therapie und Sekundärprophylaxe der venösen Thromboembolie bei Krebspatienten – Aktuelle Strategien und neue therapeutische Optionen

C. Ay (1), I. Pabinger (1)

(1) Clinical Division of Haematology and Haemostaseology, Department of Medicine I, Medical University of Vienna, Austria

Stichworte

Krebs, Therapie, venöse Thromboembolie, Antikoagulation, Sekundärprophylaxe

Zusammenfassung

Krebserkrankungen zählen zu den bedeutendsten Risikofaktoren einer venösen Thromboembolie (VTE). Daher treten bei Krebspatienten im klinischen Alltag eine Vielzahl von VTEs auf. Die Therapie der Krebs-assoziierten VTE unterscheidet sich jedoch in der Allgemeinbevölkerung und stellt darüber hinaus eine große Herausforderung dar, weil Krebspatienten sowohl ein erhöhtes Risiko haben, an einem VTE-Rezidiv zu erkranken, als auch ein erhöhtes Blutungsrisiko unter Antikoagulation aufweisen. Bisher wurden in klinischen Studien verschiedene Antikoagulanzien und Therapieschemata für die Behandlung der akuten VTE und deren Sekundärprophylaxe zur Prävention eines Rezidivs untersucht. Basierend auf Ergebnisse dieser Studien stellen heute niedermolekulare Heparine bei Krebspatienten die Therapie der Wahl zur Behandlung einer akuten VTE in der initialen Periode als auch in der verlängerten Dauer der Antikoagulation für mindestens 3–6 Monate dar. Neue orale Antikoagulanzien, die ihre Wirkung über eine direkte Hemmung des Thrombins oder des aktivierten Blutgerinnungsfaktors X (FXa) entfalten, wurden in den vergangenen Jahren entwickelt und in großen klinischen Phase III Studien zur Prophylaxe und Therapie einer VTE untersucht. Die bisherigen Resultate sind sehr vielversprechend für einen Einsatz dieser neuen antithrombotischen Medikamente in der Prophylaxe und Therapie einer VTE. Bei Krebspatienten ist jedoch deren Nutzen noch nicht geklärt, da bisher spezifische Studien für die Prophylaxe und Therapie einer Krebs-assoziierten VTE fehlen. In diesem Übersichtartikel werden die aktuellen Strategien für die Behandlung der akuten VTE und deren Sekundärprophylaxe bei Patienten mit Krebserkrankung zusammengefasst. Zudem wird der potenzielle Einsatz der neuen oralen Antikoagulanzien diskutiert.

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